Dr. Felix Ulreich (BBBBB)

Dr. Felix Ulreich

Gartenstr. 38, 60596 Frankfurt am Main

 19.04.2011 (aktualisiert am 07.10.2011)

+ + + UPDATE + + +

Kleines Update der Fairness halber: War gestern mal wieder da wegen einer – zugegebennermaßen wenig originellen – Erkältung. Den Termin hatte ich ganz kurzfristig telefonisch bekommen und kam auch gleich dran (hatte nicht mal Zeit eine der ausliegenden Frauenzeitschriften aufzuschlagen und mich über Aga Khans Scheidung, Lothar Matthaeus Ehekrise und Gina-Lisa Lohfinks Wiesn-Decolletée auf den Laufenden zu bringen).
Kurze Untersuchung, bischen netten Smalltalk – fertig. So soll’s sein. 🙂

+ + + 22.04.2011 + + +

Ich gehe schon seit einigen Jahren zu Dr.Ulreich und bin soweit zufrieden. Aber diesmal war es anders… und das kam so:

~ ~ ~ o o o O O O Vorspiel O O O o o o ~ ~ ~

Ich hatte am Vortag in der Praxis angerufen und um einen Termin für eine Tauchtauglichkeitsuntersuchung gebeten.

Sprechstundenhilfe: “Des mach mer net.” 
Bonusmile: “Das überrascht mich jetzt, denn Dr.Ulreich hatte mir schon einmal so eine Bescheinigung ausgestellt?!” 
Sprechstundenhilfe: “Wirklich? Sind Sie sicher?” 
Bonusmile: “Ja, ganz sicher. Vor 2 oder 3 Jahren.” 
SSH: “Ja dann gebe ich Ihnen einen Termin: XXXXXXX” 
BM: “XXXXXXX ist gut. Aber wenn Sie nicht sicher sind, ob es geht, fragen Sie den Dr. nochmal – meine Nummer haben Sie ja…”

~ ~ ~ o o o O O O 1.Akt O O O o o o ~ ~ ~

Zum Termin XXXXXXX; BM am Empfang:
BM: “Guten Morgen, mein Name ist BM. Ich habe jetzt einen Termin.” 
SSH: “In Ordnung. Was soll denn gemacht werden?” 
BM: “Tauchtauglichkeitsuntersuchung” 
SSH: “Des mach mer net.” 
BM: “Das überrascht mich jetzt, denn Dr.Ulreich hatte mir schon einmal so eine Bescheinigung ausgestellt?!” 
SSH: “Das kann nicht sein. Der Dr. macht keine Tauchuntersuchungen. Das macht Dr.Vetter.” 
BM: “Ja – bei dem hab ich sie auch mal gemacht…” 
SSH: “…zu dem hatte ich Sie überwiesen.” 
BM: “Nein – der war Dr.Ulreichs Urlaubsvertretung. Dr.Ulreich hat mir diese Bescheinigung auch mal ausgestellt.” 
SSH: “Das kann nicht sein – das hat der Dr. noch nie gemacht.” 
BM: “Kann es sein, dass wir das am Telefon schon mal besprochen haben? Ich hab gerade ein DejaVu.” 
SSH (guckt in den Kalender): “Nein – das war eine neue Kollegin” (die war aber schon gut eingelernt)
BM: “Da ich nun schon mal da bin – vielleicht fragen Sie den Dr. doch gerade mal.” 
SSH: “Warten Sie eben im Wartezimmer. Ich frage den Dr.” (gute Idee – hätte von mir sein können…)

BM wartet im Wartezimmer.

Wortfetzen aus der offenen Tür zum benachbarten Behandlungszimmer “…aber nur die kleine Untersuchung bis 30m. Über 30m machen wir nicht…”

~ ~ ~ o o o O O O 2.Akt O O O o o o ~ ~ ~

SSH kommt ins Wartezimmer: “Bis zu welcher Tiefe brauchen Sie denn die Bescheinigung?” 
BM ist versucht zu sagen ‘32 Meter’ – nur um zu sehen, ob sie dann auch wieder ‘Des mach mer net’ sagt, aber ich bin ja vernünftig…
BM: “Bis 30m ist ok” (hört SSH förmlich mit den Zähnen knirschen – hahaa!!)
SSH (hat noch nicht aufgegeben): “Das ist keine Kassenleistung und kostet 70€” 
SSH lässt die Summe bedeutungsvoll im Raum nachzittern.
BM (hat geistig im Geldbeutel Inventur gemacht): “Ist auch ok – Ich muss nur eben an die Ecke zum Geldautomaten.” 
SSH: “Dann müssen Sie einen neuen Termin ausmachen.” 
BM: “Ist nicht Ihr Ernst. Das dauert nur 4 Minuten und ich kann ja auch nach der Untersuchung Geld holen und bezahlen.” 
SSH: “Vor Ihnen ist ja noch jemand dran. Dann gehen Sie eben jetzt zum Automaten und warten dann hier im Wartezimmer.” (schon wieder eine gute Idee – warum fällt mir sowas nie ein?!?)
SSH: “…und dann geben Sie mir eben noch Ihre Karte und 10€ Praxisgebühr” 
BM: “Ich dachte das ist KEINE Kassenleistung – wieso also die Praxisgebühr” 
SSH: “Die wird immer fällig, wenn Sie die Praxis betreten. Das haben wir nicht in der Hand.” 
BM: “Die wird doch direkt an die Kasse abgeführt?! Und wenn die Tauchtauglichkeitsuntersuchung mein Privatvergnügen ist – was hat dann die Kasse damit zu tun??” 
SSH: “Das wird immer fällig. Wollen Sie die Untersuchung also machen?” 
BM (angenervt): “Na egal – hier ist die Karte und die 10€… aber ich glaube trotzdem, dass Sie falsch liegen.”

5 Min später – BM ist wieder im Wartezimmer mit den Taschen voller Gold.

SSH kommt ins Zimmer und drückt BM einen 10er in die Hand: “Ich habe nochmal nachgefragt. Die Tauchuntersuchung ist ja keine Kassenleistung, da fallen natürlich keine Praxisgebühren an.” (logo – hätte ich auch selber drauf kommen können…)

Dann Untersuchung Ohren und Atemwege durch Dr.Ulreich. Ich finde das macht er gut – ich mag seine ruhige, besonnene Art. Anschließend übergibt er mich an seine Schwester (Krankenschwester) wegen Blutdruck, Puls, EKG, Lungenvolumen – “Ich stelle schon mal die Bescheinigung aus”.

Nach Abschluss der Untersuchung werde ich direkt durchs Behandlungszimmer durchgewunken zum Empfang, wo ich meine Bescheinigung erhalte (gegen 70€). Dr.Ulreich kümmert sich um den nächsten Patienten. BM bleibt etwas ratlos bei SSH am Empfang zurück.

~ ~ ~ o o o O O O 3.Akt O O O o o o ~ ~ ~

BM steht noch ratlos am Empfang. SSH blättert in irgendwelchen Papieren auf ihrem Tisch.
BM: “Und was ist nun bei der Untersuchung herausgekommen?” 
SSH: “Wie – herausgekommen?” 
BM: “Sie haben mich untersucht – was ist rausgekommen?” 
SSH: “Sie haben doch die Bescheinigung?!” (blankes Unverständnis)
BM: “Aber die hat Dr.Ulreich ja schon ausgestellt, als die Untersuchung noch garnicht abgeschlossen war?! Da wurde z.B. ein EKG gemacht – war das gut? Und Lungenvolumen und so? Das Gerät hat einen großen Ausdruck gemacht – vielleicht könnte mir den mal jemand erklären?” 
SSH: “Da hätten Sie den Dr. fragen müssen.” 
BM: “Vielleicht kann’s mir auch die Schwester eben erklären?!” 
SSH: “Einen Ausdruck. Der ist im Computer. Moment.” 
SSH macht einen Ausdruck des EKG und gibt ihn BM. BM schaut höflich auf den Ausdruck, der mir natürlich garnichts sagt – sind halt Herzkurven (Ein Puls – juhu! Ich lebe!).
SSH: “Meinten Sie den? Den können Sie haben.” 
BM: “Nein – ich meinte den Direktausdruck auf dem meine Kreislauf- und Lungenwerte sind. Der liegt noch im Behandlungsraum. Wenn Sie den nicht brauchen, dann geben Sie ihn bitte mir.” 
SSH verschwindet kurz im Behandlungsraum und kommt mit dem richtigen Ausdruck zurück.
BM: “Ja genau den! Kann mir den noch jemand kurz erklären? Die Schwester vielleicht?” 
SSH: “Die Schwester hätten Sie gleich wähend der Untersuchung fragen müssen.” 
SSH (macht einen halbherzigen Erklärungsversuch): “Sehen Sie, hier sind Soll-Werte – und da liegen Sie sogar drüber – hier und hier z.B.” zeigt auf dem Ausdruck.
SSH: “Den Ausdruck können Sie auch haben. Wenn der Dr. Ihnen das noch erklären soll, dann sage ich Bescheid und Sie warten solange im Wartezimmer”.
BM (wieder angenervt; rafft seine Papiere zusammen): “Ach egal – ich schau’s mir zu Hause an. Schönen Tag noch.” 
BM tritt ab.

~ ~ ~ o o o O O O Vorhang fällt O O O o o o ~ ~ ~

FAZIT:
Es gibt gute Tage und schlechte. SSH hatte wohl einen schlechten. Oh Manitu!!

P.S.: Dialoge teilweise gekürzt (echt wahr!)…

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s