BMs Reisetipps, Teil 1/4 „Basics für jeden Flugreisenden“

Gangway

BMs Reisetipps, Teil 1 „Das sollte (und kann) jeder Flugreisende wissen und eigentlich immer beachten“

Nach meinen Bonusmeilen-Auslassungen kürzlich, habe ich mich nun entschieden auch mal was Verwertbares vom Stapel zu lassen. Daher hier *Trommelwirbel* die große Liste der Vielflieger-Tipps von Bonusmile himself:

  • Online-CheckIn: Wenn man ein Smartphone hat, kann ich nur zuraten, sich online einzuchecken und wenn man oft mit derselben Linie fliegt, das Ticket in die App zu ziehen (geht super bei Lufti) oder sich per Email schicken zu lassen. Wenn’s dann doch mal knapp wird mit der Zeit, gibt einem das doch ein gutes Stück Gelassenheit wenn man die Bordkarte schon hat.
  • Outlook-Junkies: Ich glaube beinahe alle Firmen organisieren sich und ihre Mitarbeiter über Outlook. Einige Fluglinien verschicken daher mit der Buchungsbestätigung die Flugdaten schon als Outlook-Termine. Hat man mal bei einer Linie gebucht die das nicht tut, oder man hat über ein Buchungs-Portal gebucht (LC24, Opodo, Kayak etc.) und will trotzdem bei der Eingabe in Outlook keine Fehler machen – oder hat einfach keinen Bock seine Zeit damit zu verschwenden – der kann den Reservierungs-Code direkt auf der Seite von Amadeus (DEM Buchungssystem) eingeben und sich den Flug dort als Outlook-Termin runterladen – sehr praktisch. Amadeus ist hier: www.checkmytrip.com. Das ist auch ein todsicherer Weg um zu checken, ob die Reservierung über ein Buchungs-Portal geklappt hat.
  • Gutes Benehmen kostet nichts und ein Flugzeug – auch wenn man nicht so oft fliegt – ist nicht der Wilde Westen:

Die Armlehnen des armen Schweins das in der Mitte zwischen dem Fensterplatz und dem Gangplatz sitzt, gehören ihm/ihr auch. Kein Ankuscheln, Drücken oder „Mitbenutzen“.

Beim Aufstehen (Einsteigen, Toilettengang zwischendurch oder Aussteigen) nicht an der Lehne des Vordermanns festhalten, sondern an der eigenen, denn der arme Kerl wird dabei ordentlich durchgeschüttelt und das kann schon nerven wenn man was liest, schläft oder einfach seine Ruhe haben will.

Vor dem Nachhintenklappen der eigenen Sitzlehne kurz mal dran denken, dass der Platz den man dadurch gewinnt, dem Passagier hinter einem weggenommen wird. Also erstmal gucken, ob da jemand sitzt und wenn das der Fall ist, kurz fragen ob es ok ist – ich habe noch nie ein „nein“ bekommen.

  • Für frischgebackene Miles-and-More-Frequent Traveller: Ich sage das hier nur der Vollständigkeit halber – FTLs können in FRA (und GVA, ZRH, BRU, VIE) durch die Business/First-Sicherheits-Schleuse gehen. Das einzige wirklich praktische Privileg eines FTLs.
  • Mehr als ein Handgepäckstück: Frechheit siegt – einfach mit ans Gate nehmen (übrigens gelten Einkäufe aus dem DutyFree-Bereich oft nicht als zusätzliches Handgepäckstück!). Angsthasen fragen vorher am Schalter – Lufthansa ist z.B. immer kulant.
  • Keine Zeit mehr: Das Boarding beginnt 30 Min vor Abflug, aber tatsächlich dauert es fast immer 15 Min oder so, bis wirklich alle im Flugzeug sind und das Gate geschlossen wird – also keine Panik.
    Ausserdem: Ich kann mich nicht erinnern, dass ein Flug mal wirklich auf die Minute pünktlich gestartet ist.
  • Vor der Sicherheitsschleuse: Lieber vorher eine halbe Minute nachdenken, als nachher Leibesvisitation. D.h. vorher „interessante Sachen“ in die Jackentaschen auslagern – Flüssigkeiten, Laptops, der Gürtel, Armbanduhr, Schlüssel, Kleingeld vorher in die Jackentaschen – und wenn man dran ist, die Jacke schön aufs Band (Laptop, Flüssigkeiten und den alten Metallfön extra). Wie gesagt – VORHER – nachdenken. Normalerweise steht man hier eh kurz (oder auch mal länger) in der Schlange – also die Zeit nutzen und Inventur machen. Das spart SO VIEL Zeit (auch den Leuten die hinter einem warten). Nichts nervt so sehr, wie die Tussi, die nach dem ersten Durchgang Ihren Schmuck, nach dem zweiten ihre Uhr, nach dem dritten ihren Gürtel und nach dem vierten Durchgang ihre Blingbling-Stilettos ablegt und anschließend nochmal Ihr Louis-Vuitton-Täschchen nach vorne trägt („Wie? Parfum zählt auch als Flüssigkeit?“).
  • Die Ameise sollte nicht mit dem Stiefel streiten: Also nicht mit der Security an der Schleuse eine Diskussion anfangen mit Argumenten wie „das geht sonst immer durch“, „seit wann das denn..“ etc., denn an der Sicherheitsschleuse werden IMMER 10% Passagiere aussortiert, d.h. das Detektor-Tor würde ggf. auch anschlagen wenn man nackt wäre. Ausserdem tun die Leute an der Schleuse auch nur ihre Arbeit. Wenn man diskutiert, dauerts nur länger und das Sicherheitspersonal gibt Beschwerden sowieso nicht weiter – dafür gibt’s eine eigene Beschwerdestelle (für die Hardcore-Besserwisser).
  • Schlangestehen vor dem Boarding: Einfach lassen. Bevor das Gate geöffnet ist, bildet sich schon eine Schlange genervter Reisender. Überflüssig, denn jeder hat einen festen Sitzplatz und das Handgepäck kommt eigentlich immer unter. Warten bis die Schlange weg ist – dann bequem boarden.
  • Am Zielort hört man beim ersten Bodenkontakt schon das Klicken der Gurtschlösser und bevor das Flugzeug zur Ruhe kommt, stehen die ersten Passagiere von Ihren Plätzen auf um ihr Handgepäck zu ergattern. Die nächsten 10 Minuten (+/- 5 Min) bis man aussteigen kann, verbringt die Meute daraufhin stehend: Mal kurz nachdenken… wenn es mit dem Bus zum Terminal geht, ist es sowieso egal wann man aussteigt, denn der Bus fährt erst los, wenn er voll ist. Sogar noch schlimmer – die die zuletzt in den Bus steigen, stehen an der Tür und kommen als erste ins Terminal. Und falls man Gepäck aufgegeben hat, muss man nachher so oder so auf den Koffer warten. Also: Sitzen bleiben, bis die Horde raus ist, sich freundlich von den Stewardessen und Stewards verabschieden (die freuen sich – und wer weiss… vllt trifft man sich ja mal wieder?!), mit Würde in den Bus steigen und trotzdem gleichzeitig mit den anderen Reisenden den Koffer bekommen. Alles cool.
  • …und dann gibt’s da natürlich noch eine Einschränkung, die ALLE o.g. Aussagen betrifft: Ryanair. Bei Ryan gibt’s keine Kulanz (betrifft z.B. Boardingzeitpunkt, Anzahl und Größe der Handgepäckstücke – und sogar das Sicherheitspersonal an der Schleuse ist genervter und pingeliger). Ansonsten gilt hier Faustrecht (drängeln in der Schlange ist üblich).
    Der einzige Hinweis, den ich Ryan-Reisenden geben kann: Während der Buchung aufpassen (und wenn sich der Preis ändert, auch mal zurückgehen und genau nachlesen, bis man wirklich verstanden hat, was man bezahlt), Nackenhörnchen einstecken für Flug und Shuttle-Fahrten, nichts persönlich nehmen, bequeme Klamotten anziehen, für einfach alles einen großzügigen Zeitpuffer einkalkulieren, Bares einstecken (für den Shuttle und falls man doch mal Hunger bekommt) und ein iPod mit einem Kopfhörer mit aktiver Nebengeräuscheunterdrückung(!!) um den andauernden, nervenden Werbebotschaften während des Fluges zu entgehen.

Wie Joda sagen würde: „Wenn diese Regeln im Herzen Du trägst, stets in Würde (und einigermaßen cool) reisen Du wirst!“ 😉

Das war jetzt mehr Allgemein gehalten. Im nächsten Teil gebe ich dann ein paar Insider-Tipps/ praktische Erfahrungen weiter.

Teil 1: Basics
Teil 2: Insider-Tipps
Teil 3: Schmutzige Tricks
Teil 4: BMs Handgepäck
Teil 5: Über das Kofferpacken

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Ein Gedanke zu “BMs Reisetipps, Teil 1/4 „Basics für jeden Flugreisenden“

  1. Pingback: BMs Reisetipps, Teil 2/4 “Aus dem Nähkästchen geplaudert” | Bonusmile: Frankfurt - Barcelona etc.

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