El Boliche del Gordo Cabrera – L’Eixample (BBBB_)

wpid-vk_boliche1.jpg wpid-vk_boliche2.jpgEl Boliche del Gordo Cabrera
Consell de Cent 338
08009 Barcelona

Tel.:+34 93 215 68 81
info@elbolichedelgordo.com
http://elbolichedelgordo.com

Letzte Weihnachten habe ich einen “Pasaporte Gourmet” geschenkt bekommen. Das ist sowas wie das Barometer-Scheckheft in Frankfurt. Ich bin solchen Angeboten gegenüber etwas gespalten. Einerseits spart man tatsächlich eine Menge Geld gegenüber dem normalen Preis, andererseits ist man aber auch beschränkt auf die Restaurants die im Barometer oder eben im Pasaporte enthalten sind. Tja – und das sind eben oft Lokale, in die man sonst nicht so ohne Weiteres gehen würde – weil sie neu sind, nicht so günstig gelegen sind oder aus irgendeinem anderen Grund die Werbung benötigen.

Wobei “weil sie neu sind” nicht so richtig zählt, denn diese Hefte gelten ja ein Jahr lang, d.h. gegen Ende des Jahres kann es keine neuen Lokale mehr im Heft geben. Logisch.

Warum erzähle ich das alles? Weil Bonusmile sicher nicht aus eigenem Antrieb in El Boliche del Gordo Cabrera gegangen wäre. Und das, obwohl er gar nicht so ungünstig liegt: L’Eixample, nahe Passeig de Gràcia. Aber das Restaurant sieht von aussen etwas “traditionell” aus – um nicht zu sagen etwas trüschig. Die Entscheidung fiel nun für El Boliche weil BMs Begleitung den Namen komisch fand (sowas wie “Die kleine Boule-Kugel des dicken Cabrera”. Ausserdem sah der Beispielteller im Pasaporte gut aus.

Ich weiss nicht, ob ich die Beschreibung des Restaurants nicht richtig gelesen hatte, oder ob es da eben einfach nicht so explizit drinstand?! Egal – eins nach dem Anderen…

Der Maître (die Chefin) hatte unsere Pasaporte-Reservierung sofort gefunden und uns an unseren Tisch gebracht – im vorderen Teil des Restaurants, genau in der Ecke zwischen der Wand und der Glasfront der voll einsehbaren Küche. Vielleicht nicht der beste Platz – ausser man will auch ein paar nette Fotos vom Lokal und der Küche machen. Und das hatte ich vor. 🙂

BMs Aussicht: Links der Raum, rechts das "Küchenaquarium". Dahinter ist noch ein größerer Gastraum.

BMs Aussicht: Links der Raum, rechts das „Küchenaquarium“. Dahinter ist noch ein größerer Gastraum.

Das erste was auffällt: Die Küche wird beherrscht von einem riesigen Holzkohle-Grill. Hm.

Als BM die Karte aufschlägt dann die nächste Überraschung: Obwohl das Restaurant einen durchaus schon etwas gediegeneren Eindruck macht, ist das Menü spartanisch – wenige und nicht sehr aufregende Vorspeisen, zwei Fischgerichte (beides Kabeljau). Was ist denn her los??

Nochmal umblättern… ah! Über eine Seite voller Steak. Und da meldet sich dann auch BMs Begleitung: “Ich glaub das sind hier Urugayaner”. Und da ist dann bei BM endgültig der Groschen gefallen. El Boliche ist ein Steakhaus! Na gut – hatten wir lang nicht mehr.

Der (die) Maître kommt wieder an den Tisch, sobald wir die Karten geschlossen haben.

Salat, etwas Brot und dann Steak. Klar. Maître empfiehlt auf Nachfrage Ojo de Buey (300g) für mich. Gekauft. Da Spanier und auch Südamerikaner Rind anders zerlegen als Deutsche, kann ich das leider nicht genau übersetzen. Trage ich vllt noch nach. Und als Begleitung einen kräftigen Rotwein: 2010er Portia.

BMs Salat mit gebackenem Ziegenkäse (sonst eher nicht so meins) und Tomatenkonfitüre war wirklich sehr lecker! Ein angenehmer Kontrast von süß und salzig, cremig und knackig, warm und kalt. Der Tomatensalat mit Büffelmozzarella von BMs Begleitung fiel dagegen etwas ab, war aber auch lecker – aber eben etwas unscheinbar.

Danach die Hauptdarsteller des Abends: Die Steaks. Meine Empfehlung war eine gute – das Ojo de Buey war sehr englisch, aber zart wie Butter und zerging fast auf der Zunge. Ein tolles Steak. Teufelskerle diese Urus!

Danach habe ich allerdings einen Fehler gemacht und Mousse au Chocolat bestellt, statt Pfannkuchen mit Dulce de Leche (was anscheinend typischer gewesen wäre). Die Mousse sah nicht nur nicht besonders aus – überhaupt spielt die Präsentation hier scheint’s keine Besondere Rolle (s. Fotos) – geschmacklich war sie unscheinbar.

Nebenbei konnte ich mir nicht verkneifen Fotos vom Grill und den gewaltigen Fleischbergen zu machen, die hier umgesetzt werden. Ich dachte ich wäre relativ diskret dabei gewesen, aber nach dem Nachtisch kam ein älterer Ober an den Tisch und nahm mir das Handy aus der Hand und ich dachte schon jetzt gäb’s Ärger. Stattdessen durfte Bonusmile in die Küche und sogar selber mal am Grill mit den Steaks posieren, während der Ober Fotos machte. Wow!

Preis: Hätten wir nicht den Pasaporte gehabt, hätte und das Essen – 3-Gang-Menü mit Aperetif und eine Flasche Wein gut 100€ gekostet – dazu kommt dann noch Trinkgeld. Das finde ich schon eine Ansage.

FAZIT:

El Boliche ist nichts für Vegetarier. Wer sich aber auf einen “Fleisch-Abend” einlassen kann, der wird hier sehr gut bedient. Der Service ist in Ordnung (ok – Wein mussten BM und Begleitung stets selbst nachschenken und Empfehlungen kommen nur auf Nachfrage, aber die “Foto-Session” hat das wieder ausgeglichen!). Die Präsentation ist m.E. eindeutig ein schwacher Punkt – selbst wenn ich zu Hause nur für mich koche, sieht das netter aus. Ich denke da könnte man mit wenig Aufwand viel erreichen! Das Fleisch ist ausgezeichnet – schade, dass man’s nicht erklärt bekommt.

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