Da Greco – Gràcia (BBBB_) Opulent italienisch

wpid-vk-dagreconeu2.jpgwpid-vk-dagreconeu1.jpgDa Greco – Gràcia
Santa Teresa, 10
08012 Barcelona
+34 93 218 6550
+34 93 519 2476

Da Greco ist ein Original. Lokation opulent und an der Grenze zum schlechten Geschmack – trotzdem passt die Deko zum Restaurant – und das meine ich nicht negativ! Leckere italienische Küche sehr einfach präsentiert. Im Service knirscht’s grad etwas, aber das legt sich sicher auch wieder. Und über die Preise kann man nicht meckern. Tipp.

Also es gibt ja eine Menge angepasste Restaurants – solche “wie hieß nochmal dieser Italiener, in dem wir vorletzte Woche mit X waren?”. Da Greco ist nicht so eins – daran erinnert man sich! Da Greco ist besonders.

Das fängt schon am Eingang an. Die große, massive Tür mit dem riesigen goldenen Türklopfer ist nämlich zu. Wenn man rein will, muss man den Messing-Klingelknopf drücken – dazu sollte man allerdings besser vorher reserviert haben. Also nicht, dass man rausfliegt, wenn man nicht reserviert hat, aber Da Greco ist kein echter Geheimtipp, sondern meistens einfach voll. Egal – Bonusmile und Begleitung hatten reserviert. Vielleicht sollte ich an dieser Stelle kurz erwähnen, dass das jetzt kein Neuland war, sondern ich vorher schon einige Male bei Da Greco gewesen bin. Das war jetzt aber das erste Mal nach dem Umzug des Restaurants – ich war also gespannt, denn früher sah Da Greco aus wie die Rumpelkammer von Louis XIV. OK, der Umzug ist nun schon ein Weilchen her (2 Jahre? Mehr??). Die neue Location sieht zumindest von aussen deutlich größer aus als die alte. Aber die Deko – selbst etwas “dekomprimiert” – ist immernoch genug um dem Raum einen barocken bis dekadenten Touch zu geben – und im ersten Stock sieht’s vermutlich genauso aus: Messing-Statuen und -Skulpturen, Gemälde im Stil des 18. Jahrhunderts (aber auch ein eingerahmtes Barca-Trikot). Und genauso ‘durchwachsen’ wie die Deko sind auch die Gäste: Von der amerikanischen Touristin mit Jogging-Hose (echt!), bis zu Leuten, die aussehen, als ob sie gerade aus der Oper kommen.

An der Tür wird man von der Maître d’ empfangen und nachdem das große Buch der Weisheit die Reservierung bestätigt… wird man erstmal auf einem barocken Sofa am Empfang plaziert – und 15 Minuten später wurden Bonusmile & Cie an dem 2-Personen-Tisch plaziert, der schon die ganze Zeit über bereit stand. Das fand ich nicht so doll – hätten wir uns doch die Viertelstunde auf der Bank sparen können?!?

Klingt das jetzt, als ob Da Greco ein sauteurer, überkandidelter Gourmet-Tempel mit arroganter Bedienung wäre? Hm – mag sein, dass einige Gäste das glauben… ist er aber nicht. Tatsächlich hatte ich eher den Eindruck, dass viele Bedienungen noch nicht ganz eingelernt sind. Und sauteuer – Blick in die Karte – nein, die Preise sind zwar etwas höher, als ich sie in Erinnerung hatte, aber es geht eigentlich. Und Gourmet? Nee – also dafür ist die Karte bei Da Greco einfach zu statisch. Wir haben diesmal nichts Neues bestellt (stand ja auch nix im Menü), sondern das, was wir schon kannten: Vorspeise eine Burrata zum Teilen und danach für mich Tortellini mit einer Weisse-Tüffel-Soße (die sind super!) und meine Begleitung entschied sich für eine Puttanesca (vor einigen Jahren hier waren, hatten wir glaube ich umgekehrt bestellt).

Die Burrata auf Tomaten sehr lecker – einfach, frisch, weich, cremig und von der Portionsgröße her total ok.

Danach die Tortellini – keine Überraschung – sehr gut zubereitet: Frische Pasta, ein Bischen Biss und die Soße mit Sahne (mag ich normalerweise garnicht so gern) mit feinem, dennoch feinem Trüffel-Aroma. Einfach und einfach lecker.

Dasselbe gilt auch für die Puttanesca. Eine Besonderheit bei Da Greco ist übrigens, dass es zu jedem Hauptgericht noch eine kleinere Extraportion auf einem kleinen Teller dazu gibt, von dem die Anderen am Tisch probieren können. So muss man nicht auf der Gabel Häppchen über den Tisch balacieren – gute Idee. Und auch gesellig.

Nachtisch – ich wusste, dass Da Greco besonders stolz auf ihren New York Cheesecake sind (der Chef ist mal auf eine Dessert-Schule in New York gegangen). Also habe ich den Cheesecake genommen. Begleitung entschied sich für den Crumble (auch lecker wie gehabt).

Der Wein dazu war auch ok – schade, dass die Bedienung da nicht beraten konnte, aber die war mit dem Korkenzieher schon genug herausgefordert (war wohl noch neu).

Überhaupt war der Service irgendwie – wie sage ich das? – ‘am Limit’. Aber unser Essen kam schnell und die Abrechnung danach war auch noch “in der Zeit”. Und wein nachgeschenkt haben wir uns eben selbst. Kein Beinbruch.

Bei Da Greco bekommt man gutes italienische Essen – bei der Präsentation könnten sie noch mehr rausholen. War aber ein netter Abend.

Empfehlen kann Da Greco auf jeden Fall – man muss aber mit den richtigen Erwartungen kommen. Die Karte ändert sich über Jahre kaum – nicht umsonst war ich jetzt zum ersten Mal seit Jahren erst wieder da.

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