Fletcher’s Better Burger – Bahnhofsviertel (BBBB_) Bessere Burger für die frankfurter Bronx

Fletcher’s Better Burger
Münchener Str.11
60392 Frankfurt (M)

Tel.:+49(69)78079514

Burger sind nach wie vor total en Vogue. Deshalb gibt es wieder mal bessere Burger für die Fronx. Zu träge pumpendem Bass werden hier aus gutem Fleisch mit Herkunftsnachweis und frischen Zutaten, in einem routinierten und flotten Herstellungs-Prozess, angemessen gepreiste Viertelpfünder hergestellt, bei denen bereits das Anschauen Appetit macht. Wenn es allerdings nach meinem Geschmack geht, lassen sich noch ein paar Kleinigkeiten verbessern. Dennoch ein Tipp!

Burger sind IN und die Edel-Burger-Brater schießen noch immer wie Pilze aus dem Boden. Und mit Fletscher’s ist jetzt wieder ein neuer Stern am Burger-Himmel aufgegangen. Diesmal in der „Frankfurter Bronx“ (‚Fronx‘), dem Bahnhofs-Viertel.

Fletcher’s ist am „toten Ende“ der Münchener Str., ganz am Ende der Münchener vom Bahnhof aus gesehen (also da wo sonst nur indische Handy-Zubehör-Läden und anatolische Heimatvereine ihre Geschäfte haben). Aber – sieht man ja an verschiedenen Ecken – das Bahnhofsviertel wird cool. Kinly Bar, Maxie Eisen, Walon Rosetti, Blank, Bar Pracht, IMA Kitchen etc. etc. – die Hipster-Welle rollt durch die Nachbarschaft. Das Rotlicht-Milieu versucht zwar nach Kräften seine „Hood“ zu sauber (oder dreckig – je nachdem wie man’s sieht) zu halten – siehe Fischer Stube (benachbarte Strip-Bar hat sie angezeigt, weil ihre Klos nicht OK waren für einen „Restaurant-Betrieb“). Dennoch schließt sich der „Hipster-Ring“ immer enger ums Milljöh. Wieso ich das erzähle? Weil auch Fletcher’s auf dieser Welle reitet.

Tatsächlich ist der Look bei Fletcher’s ganz ähnlich wie beim nahen Maxie Eisen oder der Bar Pracht: Offene Küche, gekachelte Theke, alles etwas kahl – pardon – schlicht. So’n Bischen Gangsta-Style. Fletcher’s sieht aus wie eine U-Bahn-Station – abgerundete Ecken, voll-verkachelt. Das bewirkt natürlich auch, dass es hier meist richtig laut ist – auch wenn garnicht so viele Kunden da sind. Dadurch hört man von der „Burger-Begleitmusik“ dann auch nur den träge pumpenden Bass.
Witzig: mitten im Raum ist ein großes Waschbecken an dem man sich das ‚Burger-Flavor‘ danach von den Fingern spülen kann.

Das System ist dasselbe wie bei Klopse, Vapiano oder Jamy’s: Man bestellt und bezahlt an der Theke und bekommt dann einen Pager, der anschlägt, sobald der Burger abholbereit ist.

So – und wie ist er nun, der bessere Burger von Fletcher? Hmmm – ich würde mal sagen gut sieht er aus, wenn er da an die knusprigen Fries gekuschelt aus der Küche kommt. Er ist groß – 200g in der Standardausführung (gibt aber auch eine kleinere 150g-Variante für Pussies). Das Brötchen ist auf der Schnittfläche schön angetoastet (aber nicht von aussen – find ich gut!) und das Innenleben (Tomate, Salat, Zwiebeln) ist frisch. Mein Bacon-Burger hatte noch schön knusprigen -genau- Bacon und als kostenloses Zusatz-Topping Jalapenos. Alles sehr appetitlich.
Nicht so super fand ich, dass der Bacon, von dem ich mir (zusammen mit der BBQ-Sauce) etwas Räucher-Aroma erhofft hatte, fast garnicht durchgeschmeckt hat. Der Burger selbst war sehr durchgebraten. Ich pushe manchmal bei Burger-Fotos etwas die Farben, damit man den rosanen Kern besser sieht, aber bei Fletcher’s gab’s nix zu pushen. Da war alles nur noch grau. Und etwas trocken – und das finde ich nicht nur nicht gut, sondern auch noch unnötig. Denn bei Fletcher’s werden die Burger „in Serie gebraten“, d.h. sie haben eine große Routine denn alle Burger sind genau gleich. Und zwar genau gleich trocken. Mensch Leute!
Abgesehen von diesen beiden Makeln, ist Fletcher’s Burger immernoch ein „Better Burger“, auch wenn ich sagen muss, dass ich in Frankfurt bessere kenne.

Typisches Publikum an einem Sonntagabend: Bitch mit viel Blingbling (oversized Armoni-Watch und Vans-Sneakers) und Grandmaster ‚Flesh‘ im Ghetto-Look und dazu noch eine Prise Hipster (s.o.).

Preis: 6,40€ Plain Burger, 6,90€ Bacon Burger – damit ist man preislich auf Augenhöhe z.B. mit dem Fetten Bullen in der Kaiserstr. Ich bilde mir ein, dass das Fleisch bei Fletcher’s trotz Totbratens besser schmeckt als beim Fetten Bullen. Beim Fetten Bullen bekommen sie dafür einen saftigen (medium) Burger hin.
Immerhin ist Fletcher’s eindeutig cooler.

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3 Gedanken zu “Fletcher’s Better Burger – Bahnhofsviertel (BBBB_) Bessere Burger für die frankfurter Bronx

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